Historie

Prinzipbild Docking

An der Umsetzung des vollelektrischen Busbetriebes nach dem Docking-Prinzip arbeitet das Fraunhofer IVI seit mehr als 10 Jahren. Innerhalb verschiedener Projektbeteiligungen und Eigenforschungsleistungen wurden durch Mitarbeiter des Instituts Weiterentwicklungen von Schlüsselkomponenten maßgeblich begleitet.

So konnte an der AutoTram®, einem Demonstrator für innovative Antriebstechnologien und Spurführungssysteme, das Nachladen elektrischer Speicher durch kurzzeitiges Andocken an wegseitige Ladestationen gezeigt werden. Handelte es sich bei einem ersten prototypischen Entwurf noch um eine Unterbodenanordnung in Verbindung mit einem speziellem Ladebordstein, wurde im Rahmen nachfolgender Forschungsarbeiten die Entwicklung der Nachladetechnologie weiter vorangetrieben.​

Im Projekt »DockingPrinzip« entstanden die physikalischen Grundlagen konduktiver Kontakte für die Stromübertragung und deren Systemvorteile gegenüber induktiven Lösungsansätzen. Als ein Ergebnis der Projektbeteiligung des Institutes an der Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität standen erste prototypische Lösungsansätze für ein Hochstromübertragungssystem zur Integration auf einem Fahrzeugdach sowie für eine Energiebereitstellung aus einem Mittelspannungsnetz zur Verfügung.

Die Ergebnisse dieser Vorlaufforschung auf dem Gebiet konduktiver Stromübertragungssysteme und fundierte Kenntnisse des Betriebsablaufs im Linienbusverkehr konnte das Institut in das Projekt »SEB-EDDA« einbringen. Hier erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Industriepartner Schunk Bahn- und Industrietechnik GmbH die Entwicklung des marktreifen Smart Charging System. Ebenfalls im Projektrahmen gelang die Freigabe des Systems für den Einsatz in Bussen des öffentlichen Nahverkehrs durch den TÜV Rheinland sowie die Demonstration der Systemzuverlässigkeit im Linienbetrieb.